von Anina Frischknecht, Christa Hürlimann und Katja Nideröst
«Wolfi»: Ja, in der Familie bin ich der Hahn im Korb und im Geschäft auch zuvorderst als der «Single Point ofFehler», der einzige Schwachpunkt.
«Lüchi»: Nein, das muss nicht unbedingt sein.
Kaspar: Nicht ungern, ich sags mal so. Im Job bekleide ich schon recht lange eine Führungsposition – aber in der Familie? Da müssen Sie andere fragen . . .
«Wulli»: Selbstverständlich, und zwar immer und überall.
Beides, ich gebe vor und lasse auswählen. Das nennt sich diktatorische Demokratie.
Die Mitglieder können Vorschläge machen, aber die Entscheidung liegt bei der Musikkommission.
Ich mache Vorschläge, die wir dann gemeinsam diskutieren. Ein kleines, jeweils spontan entstehendes Gremium entscheidet.
Für die Musikwahl haben wir eine Musikkommission. Jene, die sich interessieren, dürfen mitreden.
Nie!
Wenn die Gruppe nicht aufmerksam ist oder keine Freude zeigt.
Im Ton vergreifen tu’ ich mich nicht, ich werde höchstens unruhig, wenns mal nicht so klappt, wie ich es mir vorstelle.
Wenn die Mitglieder unpünktlich sind oder zu viel dazwischenreden.
Die Grenzpföhl Chrüzlinge bieten Adrenalin pur! Und die Musikrichtung, die wir spielen: Punk-Heavy-Rock. Und wir sind coole Typen!
Die Bleandastöber Oberriet sindeine extrem junge Gruppe mit viel Spass am Auftreten.
Die Durchmischung des Alters der Mitglieder. Bei den Wiler Semphonikern kann man bis ins hohe Alter mitmachen – wie Sie an meinem Beispiel sehen –, aber auch schon ganz jung: Bei Umzügen haben wir sogar Kinder im Vorschulalter dabei! Dann machen wir traditionelle Guggenmusik, dadurch kann man bei uns auch ohne Vorkenntnisse beitreten und ein Instrument erlernen. Und natürlich der gute Zusammenhalt!
Die Gassächlöpfer Gossau sind einfach anders – wie es unser Slogan sagt.
Ich fordere immer alles. Aber Highlights dieses Jahr sind für uns Grenzpföhl die Auftritte in Rhäzüns, am Saugumpe in Wildhaus und am Schmutzigen Donnerstag in Konstanz.
Am Bleandastöber-Jubiläumsfest «Tanz der Vampire» am 6. Februar mit den besten Guggen aus dem Rheintal.
Bereits auf die Pauke gehauen haben wir Semphoniker an unserem Jubiläumsanlass im Wiler Lindensaal. Wir konzentrieren uns allgemein stark auf die Fasnacht in Wil und Umgebung.
Der grösste Anlass der Gassächlöpfer ist bereits vorbei, denn das war unser Jubiläumsfest am 22. und 23. Januar.
Die Rebi von den Gassenschränzern Kreuzlingen und der Beni von den Rhytüfeli Tägerwilen. Sie wurden mit mir TNG, will heissen, die nächste Generation von Spielführern.
Das ganze Dorf Oberriet! Und unser Busfahrer Heli: Der bringt alle sicher an die Auftritte und wieder zurück – und muss immer nüchtern bleiben!
Hmm, da gibt es viele, die viel für die Wiler Fasnacht tun, aber zu wenig, die etwas machen. Früher waren viel mehr Beizen dekoriert! Alle, die etwas für die Fasnacht machen, haben Lob verdient.
Das ganze Fako Gossau.
Den Jugendlichen, die beim Silvesterwecken die Böller Richtung In-strumente und Gugger geworfen haben.
All jenen, die gegen die Fasnacht schiessen: mit Leserbriefen und mit alten Geschichten etwa.
Allen Nichtfasnächtlern.
Grenzpföhl forever! Und dass ich mich auf jeden einzelnen unserer Auftritte freue!
Gnüsseds! Die Fasnacht ist kurz!
Kommt alle an die Fasnacht, habt den Plausch und macht die Wiler Fasnacht wieder zu dem, was sie früher war: eine fröhliche, unterhaltsame Zeit!
Es lebe «einfach anders!»
Spielen Sie auch in anderen Bereichen des Lebens gern die erste Geige?
Soeben wurde Susann Baslers neueste Ausstellung im Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen eröffnet. Es ist vielleicht ihre letzte. Die Fotografin ist unheilbar krank.
Ein Blitzschlag steckte am 10. Juli den Wildhauser Bauernhof Brändle in Vollbrand. Der junge Landwirt Thomas Brändle steht vor einem Neuanfang.
Seit Jahren schon wird die St.Galler Justiz- und Polizeidirektorin als Nachfolgerin von Bundesrat Hans-Rudolf Merz gehandelt. Am 22. September nun wird Karin Keller-Sutter in Bern zur Wahl antreten. Im Gespräch zu Hause in Wil erzählt sie, weshalb sie zur Vollblutpolitikerin wurde.




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