Politturbo aus dem Thurgau
Die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) befindet sich in der Krise. Eine Hoffnungsträgerin ist die Weinfelderin Brenda Mäder. Sie ist Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. Mit ihr steigt die FDP Thurgau ins Nationalratsrennen.
Politturbo aus dem Thurgau
Die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) befindet sich in der Krise. Eine Hoffnungsträgerin ist die Weinfelderin Brenda Mäder. Sie ist Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. Mit ihr steigt die FDP Thurgau ins Nationalratsrennen.
von Rolf Häberli
Die Frage, ob sie denn angesichts des rapide schwindenden Wähleranteils der FDP nicht in der falschen Partei sei, bringt Brenda Mäder nicht aus dem Konzept: «Ich bin in der FDP, weil diese Partei für Anliegen einsteht, die mir wichtig sind, nämlich für Eigeninitiative und Freiheit. Ausserdem braucht es angesichts der zunehmenden Polarisierung der Parteien eine starke Kraft der Mitte, die vernünftigen politischen Lösungen zum Durchbruch verhilft.»
FDP ist träge geworden
Brenda Mäder erlebten wir im Gespräch als freundliche und umgängliche Person. Doch scheut sie sich nicht vor harten Auseinandersetzungen. So trat sie in der Kampfwahl ums Präsidium der Jungfreisinnigen Schweiz gegen ihren damaligen Lebenspartner an, und sie gewann die Wahl. «Die FDP ist eine Partei, die für Eigeninitiative und Wettbewerb eintritt, deshalb ist es doch nicht mehr als konsequent, dass man dies auch im persönlichen Bereich durchzieht», begründet Mäder.
Die Jungpolitikerin ist überzeugt, dass die FDP eine Zukunft hat. «Doch sie muss vermehrt Farbe bekennen, sie ist im Laufe ihrer langen Geschichte als staatstragende Macht etwas träge geworden. Sie muss wieder aktiver werden und für ihre Anliegen auch einmal auf die Strasse gehen!», fordert Mäder. Dabei verweist sie auf «ihre» Jungfreisinnigen, die sich nicht scheuten, in direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten.
Bisheriger Höhepunkt
Das Referendum gegen die Buchpreisbindung stellt in der bisherigen politischen Karriere von Brenda Mäder den Höhepunkt dar. Sie war Co-Präsidentin des Referendumskomitees. Innert nur dreier Monate sammelte das überparteiliche Komitee 56 000 gültige Unterschriften, erforderlich wären 50 000 gewesen. Bei der Übergabe der beglaubigten Unterschriften am 5. Juli an die Bundeskanzlei in Bern stand Mäder im Rampenlicht der Schweizer Medien. In den Interviews machte sie eine gute Figur. Wie etwa beim Westschweizer Fernsehen, wo sie die Antworten in fliessendem Französisch gab.
«Ich will etwas bewegen»
«Zuhause haben wir immer über Politik diskutiert, obwohl meine Eltern keiner Partei angehören», erklärt Mäder ihr Interesse an der Politik. Bereits als Sekundarschülerin verfolgte sie die Fernsehsendung «Arena». Die dort behandelten Themen gaben dann Stoff für heisse Diskussionen.
«Weil ich etwas bewegen will, politisiere ich», nennt Mäder ihre Motivation. Zu den Jungfreisinnigen ging sie, weil sie das liberale Parteiprogramm anspricht, denn auch für Mäder ist die Freiheit ein zentrales Anliegen.
«Politik macht auch Spass»
Wichtig sei aber auch, dass Politik Spass mache, denn ohne Freude an der Sache gehe es nicht, betont Mäder. Der Politturbo aus dem Thurgau ist mittlerweile auch der schweizerischen FDP aufgefallen, die sie in ihr Mentoringprogramm aufnahm. Das heisst, Mäder kann auf erfahrene Ratgeber aus Wirtschaft und Politik zählen. Auch die Thurgauer FDP setzt auf die politische Hoffnungsträgerin. Sie setzte Mäder auf die Nationalratsliste.
Zur Person
Brenda Mäder
Geboren am
24. April 1986
Wohnort
Weinfelden
Liebe
Single
Werdegang
Aufgewachsen in Weinfelden, Kantonsschule Frauenfeld, Studium Banking und Finance (Master) an der Universität St. Gallen. Seit dem Abschluss 2010 bei der Thurgauer Kantonalbank in der Abteilung Unternehmensentwicklung tätig
(70%-Anstellung). Im gleichen Jahr Wahl zur Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz, Mitglied der Parteileitung der FDP Schweiz und der FDP Thurgau. Kandidiert im Herbst für die FDP des Kantons Thurgau für den Nationalrat.
Hobbies
Politik, Lesen, Sport (Jogging, Inlineskaten, Snowboarden), Besuch von Museen und fremden Ländern.
Leitmotto
«Ich messe der Freiheit einen hohen Wert zu!»
Internetmedien
Homepage: www.brenda.chTwitter: @brenda_maeder
Facebook: www.facebook.com/brenda.maeder

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