
Hedwig Brocker
Seit 35 Jahren erleichtern die Frauen des Freiwilligen Spitaldienstes (FSD) den Patienten den Aufenthalt im Spital Wattwil. So betreiben sie den Kiosk, pflegen die Blumen in den Krankenzimmern und begleiten die Patienten zum Spitalgottesdienst, wo sie auch den Mesmerdienst besorgen. Die Gründerin des FSD ist Hedwig Brocker. Mit Herzblut engagierte sie sich auch lange Jahre als Leiterin dieses Dienstes. Mittlerweile geniesst die Hochbetagte ihren Lebensabend im Alters- und Pflegeheim Risi in Wattwil. Für diesen grossartigen Einsatz für die Allgemeinheit verleihen wir ihr unsere Auszeichnung.
Ronny Keller
Man kann nur erahnen, was dieser Eishockeyspieler seit seinem schweren Unfall am 5. März durchgemacht hat! Der 33jährige ehemalige HC-Thurgau-Captain ist nun querschnittgelähmt. Statt übers Eis zu flitzen, muss er jetzt einfachste Körperfertigkeiten wieder neu erlernen - wie ein Baby. Bis im Herbst wird der ehemalige Spitzensportler im Paraplegikerzentrum Nottwil Schritte in ein neues Leben im Rollstuhl erlernen. Der Thurgauer war ein grosser Kämpfer und eine charaktervolle Persönlichkeit auf und neben dem Eis. Wir wünschen ihm auch den Glauben, den Mut und die Kraft für ein positives Leben im Rollstuhl.
Bruno Metzger
Ohne von Gastronomie eine Ahnung zu haben, übernahm Bruno Metzger 1998 zusammen mit seinem Bruder die «Eintracht» in Kirchberg. Das Lokal ist längst über die Region hinaus berühmt. Allerdings nicht in erster Linie wegen der Küche: Bruno Metzger hat aus der «Eintracht» nämlich ein erfolgreiches Kulturlokal gemacht. In den vergangenen 15 Jahren traten hier alle grossen Schweizer Künstler auf - bis auf Stephan Eicher, der steht noch auf Metzgers Wunschliste. Vielleicht gelingt es ihm in den kommenden Jahren, Eicher zu engagieren. Denn die Konzerte, die gehören auch künftig zur «Eintracht» wie die grosse Speisekarte.
Mathias Seger
An der Eishockey-WM in Skandinavien, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, spielte das Uzwiler Urgestein bereits zum fünfzehnten Mal in der Schweizer Nationalmannschaft, damit stellte er den Rekord des Finnen Petteri Nummelin ein. Mag Seger auf den Schlittschuhen nicht mehr der Schnellste sein, so trug er durch seine immense Erfahrung und seinen bedingungslosen Einsatz Wesentliches zum Erringen der sensationellen Silbermedaille bei. Durch seine ausgleichende und bescheidene Art war er ausserdem der perfekte Captain. Wir zollen dem sympathischen Ostschweizer mit der Auszeichnung unsern grossen Respekt.

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