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Editorial

Les petits grands suisses


Andreas Ditaranto
Redaktor/Co-Redaktionsleitung
andreas.ditaranto@anzeiger.biz

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«Wir gewinnen den Cupfinal gegen Basel!», sagt der Rheintaler Nicolas Lüchinger, der beim FC Sion zu einer festen Grösse in der Verteidigung avanciert ist. Auch wenn wir Schweizer uns ansonsten ja gerne in Bescheidenheit üben, tun solche klaren Ansagen auch mal gut – insbesondere dann, wenn der Leistungsausweis eine ebenso deutliche Sprache spricht. Und dies ist bei «Lüchi» der Fall.


Weshalb immer tiefstapeln, wenn man an seine Fähigkeiten glaubt und etwas Besonderes schaffen will? Die wegen ihrer kessen Art nicht von allen geliebte Skirennfahrerin Lara Gut etwa hatte Gold an der Heim-WM in St. Moritz im Visier und tat dies auch kund – leider verletzte sie sich nach Bronze im ­Super-G bekanntlich beim Einfahren für den Kombi-Slalom. Und «unserem» Tennis-Maes­tro Roger Federer wünschen wir nach seiner Aussage zu den French Open («ich will in Paris etwas erreichen und nicht nur da auftauchen, um die Leute glücklich zu machen») nur eines: Alles Gute und viel Erfolg!


Ein gesundes (und berechtigtes) Selbstvertrauen steht also auch uns «les petits ­suisses» gut an – ein arrogantes Auftreten hingegen mögen wir nicht. Aber damit hat der stets freundliche und zugängliche Oberrieter «Lüchi» nun wahrlich gar nichts am Hut.